SESSIONSRÜCKBLICK 2026

Rétrospective de la session de printemps 2026

Au cours de la session de printemps des Chambres fédérales, plusieurs objets du Conseil fédéral et du Parlement ont été traités et nouvellement déposés. Dans la rétrospective actuelle, vous trouverez plus d’informations.

Neu eingereichte parlamentarische Vorstösse

Motion 26.3535 «Grundlagen für Raumplanung verbessern durch aktualisierte Prognosen»

Eingereicht durch Nationalrat Christian Wasserfallen, FDP Bern

Worum es geht: Der Bundesrat soll in einem Bericht aufzeigen, wie der Bund im Rahmen seiner Zuständigkeiten Kantone und Gemeinden dabei unterstützen kann, Verdichtung im Bestand – insbesondere Aufstockung und Ergänzungsbauten – zu erleichtern.

Position VIS: Der VIS unterstützt diese Motion.
Motion 26.3536 «Die Rechte der Mieterinnen und Mieter bei Erneuerungen stärken»

Eingereicht durch Nationalrat Rudi Berli, Grüne Genf

Worum es geht: Die Motion verlangt vom Bundesrat eine Änderung des Obligationenrechts (Art. 271 ff.), mit welcher die Rechte der Mieter/innen bei Kündigungen aufgrund von Erneuerungsarbeiten an Gebäuden gestärkt werden. Dabei sollen bestimmte Aspekte berücksichtigt werden – beispielsweise die Verpflichtung der Vermieterschaft, eine Ersatzwohnung zu finden oder die Pflicht, mit der Mieterschaft Verhandlungen zu führen, um einen Sozialplan mit Erfolgspflicht zu erstellen.

Position VIS: Der VIS lehnt diese Motion ab.
Motion 26.3636 «Gegen missbräuchliche Verwendung von befristeten Mietverträgen»

Eingereicht durch Nationalrat Ueli Schmezer, SP Bern

Worum es geht: Die Motion verlangt eine Änderung des Mietrechts, welche sicherstellt, dass der Abschluss eines befristeten Mietvertrages von der Vermieterschaft nicht dazu missbraucht werden kann, die Mieterschaft davon abzuhalten, ihre Rechte (z. B. Anfechtung des Anfangsmietzinses, das Recht auf Unterhaltsarbeiten, die Untermiete und die Herabsetzung des Mietzinses) wahrzunehmen.

Position VIS: Der VIS lehnt diese Motion ab.
Motion 26.3636 «Gegen missbräuchliche Verwendung von befristeten Mietverträgen»

Eingereicht durch Nationalrat Ueli Schmezer, SP Bern

Worum es geht: Die Motion verlangt eine Änderung des Mietrechts, welche sicherstellt, dass der Abschluss eines befristeten Mietvertrages von der Vermieterschaft nicht dazu missbraucht werden kann, die Mieterschaft davon abzuhalten, ihre Rechte (z. B. Anfechtung des Anfangsmietzinses, das Recht auf Unterhaltsarbeiten, die Untermiete und die Herabsetzung des Mietzinses) wahrzunehmen.

Position VIS: Der VIS unterstützt die Anliegen der Motion – insbesondere, dass die Planung und Realisierung von Wohnquartieren erleichtert werden sollen. Allerdings beurteilt er die Kriterien kritisch. Möglicherweise würde das Ziel – nämlich die Erleichterung, dadurch nur schwer erreicht.

Entscheide während der Sommersession

Motion 25.3972 «Baueinsprachen. Schutzwürdige Interessen klar definieren»Motion 25.3973 «Missbräuchliche Baueinsprachen sanktionieren»

Eingereicht durch Ständerätin Andrea Gmür-Schöneberger, Mitte LU

Worum es geht: Die Motion 25.3972 fordert eine Präzisierung der Einsprachemöglichkeiten bei Bau- und Raumplanungsverfahren. Künftig sollen lediglich jene Personen zur Einsprache berechtigt sein, welche durch ein Projekt tatsächlich direkt und besonders betroffen sind. Die Motion 25.3973 fordert gesetzliche Grundlagen, damit missbräuchliche Einsprachen sanktioniert werden können – womit die Durchsetzung nicht gerechtfertigter privater Vorteile durch Einsprachen verhindert werden.

Stand der Beratung: Ständerat und Nationalrat haben die Motion angenommen. Damit wird die Motion nun dem Bundesrat überwiesen für die Umsetzung.

Position VIS: Der VIS hat sich für beide Motionen ausgesprochen und begrüsst die Entscheide des Parlaments.
Parlamentarische Initiative 25.440 «Abgeltungen für PFAS-Sanierungen rückwirkend zulassen»

Eingereicht durch die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates (UREK-N)

Worum es geht: Die parlamentarische Initiative sieht vor, die gesetzlichen Übergangsbestimmungen zu ergänzen: Neu sollen Gesuche um Abgeltungen für Standorte, welche durch PFAS-haltige Löschschäume verunreinigt wurden, auch rückwirkend möglich sein.

Stand der Beratung: Wie zuvor der Nationalrat hat sich während der Sommersession auch der Ständerat für die parlamentarische Initiative ausgesprochen. Das Geschäft wurde in der Schlussabstimmung von beiden Räten angenommen. Der Erlassentwurf untersteht bis am 8. Oktober 2026 dem fakultativen Referendum. Wird dieses nicht ergriffen, setzt der Bundesrat das Inkrafttreten fest, sofern das Gesetz nichts anderes vorsieht.

Position VIS: Der VIS hat sich für die parlamentarische Initiative ausgesprochen: Als Verband setzen wir uns bereits länger mit den durch PFAS verursachten Problemen und Folgekosten auseinander.

Glossar

Mit einer Motion gibt das Parlament dem Bundesrat den Auftrag, einen Entwurf zu einem Erlass dem Parlament vorzulegen oder eine Massnahme zu treffen.

Mit einer parlamentarischen Initiative kann ein Ratsmitglied, eine Fraktion oder eine Kommission den Entwurf zu einem Erlass oder die Grundzüge eines solchen Erlasses vorschlagen.